DavidBLN.de

Yes weekend

Wenn der Michel es dem Sam gerne nachtun würde.


24. Juni 2011

Jungesell(inn)en? Tschüß!

Ja, genau: Ich bin für “Jungesell(inn)enabschiede”. Eine übrigens urdeutsche Tradition, genau wie “Valentinstag” und “Halloween” und nicht, wie etwa der Polterabend, aus dem angelsächsischen Raum importiert.

Schon stimmungsvolle, unkonventionelle Ideen wie die, sich mit geringelten Badeanzügen oder Schweinsnasen verkleidet am Verkauf von Schnapsminiaturen versuchen zu müssen – darauf muß man erst mal kommen. Und dann ist das echt auch total witzig, einmal für die Teilnehmer. Erstens weil, zweitens deswegen und drittens schon von Hause aus. Und dann natürlich auch und besonders für all jene Leute, die zum Beispiel in der Düsseldorfer Altstadt sonst nur gelangweilt am Biertisch herumstehen und sich mit anderen langweiligen Leuten gequält unterhalten müßten, um die nervtötend ruhige und uninspirierte Umgebung (und das langweilige Altbier) halbwegs ertragen zu können, und die dankbar für jede Abwechslung sind, vor allem, wenn es sich, wie hier, um eine vollkommen neue, nie zuvor erlebte handelt.

Also, eins weiß ich ganz genau. Wenn ich mal heiraten sollte (schon allein die Vorstellung ist ja grauenhaft. Sich aufgrund höherer Zwänge in diesen gefangenschaftsartigen Dauerzustand begebn zu müssen!), muß ich unbedingt vorher auch noch mal so richtig einen draufmachen. Spaß haben (kommt von allein und mit jedem “Feigling” mehr), auf die Kacke hauen (oder auf die Kotze, kommt nach der richtigen Menge Spaß auch von allein) und alle Leute um mich rum daran teilhaben lassen (und weil ich die nicht alle nötigen will, bei mir zu Hause oder im extra angemieteten Vereinsheim vorbeizukommen, finde ich es schon heute tierisch fair von mir, zu den Leuten hinzufahren und ihnen unsere Top-Stimmung mitzubringen, ohne daß sie extra fragen und sich dafür womöglich schämen müßten).

Bevor wir uns verkleiden, werden wir allerdings noch ein bißchen Fitneß machen. Natürlich auf einem Bierbike. Das paßt gut, weil es fast genau so kultig ist, fit hält und man was von der Umgebung und den Leuten mitbekommt (und umgekehrt: Win-win!). Ach so, und wem es nicht paßt, der muß ja nicht mitmachen. Zu dem sagen wir einfach: Tschüß!


13. Juni 2011

Vertrauen ist das Ende.

Ein Frisiersalon nennt sich "Hairkiller"


24. Dezember 2010

Herzliche Gratulationen zu Winterfesten!

Schoene Sachen sind immer gewuenscht.

Das stimmt. Genau wie liebevolle und fürsorgliche Hinweise für preisbewußte Verbraucher wie mich.

Waehlen Sie schoenes Zubehoer als Geschenk fuer Ihre Lieben. (Link auf: http://gehmalkacken.neverheardof-befo.re/)

Einverstanden. Ich wähle einen automatischen Sofortkopfschuß für den lieben Absender. Wahlweise auch einschläfern, damit es nicht so weh tut. Ganzen Artikel lesen


30. Oktober 2010

Nur vom…

…Helmut?

Tischkarte im Frühstücksraum bietet unter anderem: Gekochte Eier (Helmut Stein) und Frischer Obstsalat und Obst (Jose's [sic] Kartoffeln)

Oder doch lieber einen Obstsalat von Jose?


27. August 2010

Wir machen das mit den Fähnchen.

Sprach der Marketing-Schlipsträger nach dem Beratungsgespräch mit dieser Social-Dingsbums-Expertenagentur zum Chef:

Wir müssen da jetzt auch rein, in dieses Twitter.

Gesagt, getan.

Bildschirmfoto: Inoffizieller Twitter-Account für Alice Deutschland, dessen einziger Tweet am 12. Mai 2009, also 15 Monate vor diesem Artikel, erfolgte und besagt, daß hier "noch" wenig los sei, aber man ja schon mal folgen könne

Sie sehen: So einfach funktioniert das mit diesem Social-Dingsbums-Dings. Und schon ist man auf der Höhe der Zeit.

(Natürlich sollte man währenddessen nicht vergessen, die bewährten Methoden der UmsatzausweitungKundenpflege einzusetzen, wie beispielsweise Telefonakquise, die, als “Serviceanruf” der “Alice-Kundenbetreuung” getarnt, Werbeanrufsverweigerern wie mir dann jene tollen O2-Mobilfunk-Kombitarife andrehen soll, die ich schon in Form von Surf-Stick-Gutscheinen per Post nicht haben wollte. Jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, daß solche Kunden das als willkommenen Anlaß sehen, den bisher hinausgeschobenen Wechsel des Providers endlich mal in Angriff zu nehmen.)

Ja, ich weiß. Es kann ja durchaus sein, daß der Account gar nicht der Firma Hansenet/Telefonica gehört. Und das tolle ist: Wenn dem so wäre, wäre es ja noch peinlicher.

Nachtrag vom Juli 2011 sowie fürs Protokoll und für die Suchmaschine: Unter der Rufnummer 02311892873 betreibt die Firma selbst oder, was ich eher vermute, ein externes “Call Center” auch weiterhin aufs emsigste Kaltakquise, weiterhin als Serviceanruf tarnt. Teilweise ruft man über Wochen hinweg etliche Male täglich an, natürlich ohne eine Nachricht zu hinterlassen und verweigert, sobald der Angerufene drangeht und nach dem Namen der tatsächlich anrufenden Firma fragt, konsequent die Auskunft.

Den Dialog, der sich nach meiner Notiz des Familiennamens des Anrufers entspann, möchte ich euch schon jetzt in Teilen nicht vorenthalten:

“Und jetzt bitte die Firma, für die Sie arbeiten.”
“Äh, na Alice.”
“Nein, die Firma, die Ihnen ganz konkret Gehalt und/oder Provision für diesen konkreten Telefonanruf zahlt.”
“Das weiß ich gerade nicht, wie meinen Sie das?”
“So wie ich es gefragt habe. Die Firma, deren Name auf dem Kontoauszug über der Buchung steht, die Ihnen am Monatsende, so hoffe ich für Sie, einen Entgelteingang als Ausgleich für die von Ihnen durchgeführte nicht erwünschte Belästigung ausweist.”
“Das kann ich gerade nicht nachsehen, ich bin ja im Büro.”
“Umso besser. Ich warte am Telefon, während Sie vor die Tür gehen und mal nachsehen, was auf dem Klingelschild steht.”

So und anders ging es noch eine Weile weiter, ohne daß ich den Namen erfuhr. Das ist aber auch nicht nötig. Denn sowohl die Anzeige bei der Bundesnetzagentur als auch eine ausführliche Datenbestandsauskunftsanforderung nach BDSG und einige andere kleine Nettigkeiten sind bereits auf dem Weg. Ich werde dazu noch ausführlich berichten.

Nur eins finde ich ausgesprochen bemerkenswert: Die Portokosten – denn eine Anzeige per Fax oder gar Internet ist der Bundesnetzagentur nicht willkommen – für die Anzeige einer Belästigung, die sich gegen mich richtet und die nebenbei einen nicht unerhebliches strafrechtliches Vergehen bedeuten kann, trägt – ganz im Sinne des neoliberalen Denkkonzepts, dessen Kind ja auch diese “Agentur” ist – nicht etwa der, der den Gesetzesverstoß begeht, sondern der Belästigte. Bei 55 Cent pro Anzeige und vorsichtig geschätzt wenigstens 133.700 provisionsgesteuerten Belästigungscallcentern in bzw. für/gegen Deutschland leuchtet ein, wer da in den meisten Fällen den längeren Atem haben wird.


1. Juli 2010

Naiv!

Vorweg: Ja, Herr Gauck hat im Gegensatz zum Welfenschwiegersohn Ecken, Kanten und eine klare Linie. Und ja, er wäre auch mir von beiden nennenswerten Kandidaten lieber gewesen – wenn auch nur als kleineres Übel.* Übrigens: noch während der Versammlung hätte jeder Teilnehmer der Bundesversammlung, und sei es nur um ein Zeichen zu setzen, selbst eine geeignete Person seines/ihres Vertrauens als Kandidat vorschlagen können, das nur am Rande.

Daß ausgerechnet die vermeintlich gut informierten twitternden und bloggenden “digital natives” sich jedoch instrumentalisieren lassen, völlig unreflektiert nicht nur Herrn Gauck als nachgerade messiasgleichen Landesführer mit ausschließlich positiven Eigenschaften öffentlich anzuhimmeln, sondern der Linkspartei und ihren Wahlleuten, die es wagten, sich nicht einfach für einen mit ihr nicht abgestimmten (wir erinnern uns: Herr Gabriel von der “S”PD hatte, gemeinsam mit Herrn Trittin, nicht etwa die Linken per SMS kontaktiert, sondern lieber den Bundesdoktor) “überparteilichen” Kandidaten einspannen zu lassen, enttarnt in einem kaum beschreibbaren Maße die Naivittät und womöglich Selbstüberschätzung jener, die von sich behaupten, nicht Teil einer gar nicht existierenden “Internet-Gemeinde” zu sein sondern längst die breiten Massen zu repräsentieren. Wobei: In letzterem Punkt haben “sie”, die sie da munter neben dem Drei-plus-ein-Gänge-Menü der Marathonversammlung hertwitterten, damit sogar Recht, hat doch zuletzt das gefühlte ganze Land “yes we gauck” gekreischt – scheint irgendwie ein Volksbedürfnis mit langer Tradition zu sein. Ganzen Artikel lesen


7. Juni 2010

Sexells

Ein voll geiler cooler Jugendstyle Premium Energy Drink: "Sexergy"
“Verleiht Prügel”, hätt ich jetzt gesagt, wa. Yeahz.


7. April 2010

Wichtelpedia

Bisher habe ich mir Kommentare zum Thema “deutsche Wikipedia” tunlichst verkniffen, weil schon genug Leute ihre Finger in diese Gesamtwunde gelegt haben. Aber wenn ich dann, angeregt durch den Herrn von Leitner, doch mal eben nachsehen will, wo ich “Socks” noch mal gleich einzusortieren habe und dann sofort und nicht mal über den Umweg einer “Begriffsklärungsseite” auf ausführliche Erörterungen zum ehemaligen Haustier der Tochter eines ehemaligen ausländischen Regierungschefs geleitet werde, dann hat sich für mich ja wirklich jede Diskussion mit diesem Kleingärtnerverein über Wörter wie “Relevanz” (oder eben: Wichtigkeit!) erledigt.

Immerhin: Daß es da auch noch ein, wenn auch nicht SO relevantes wie beispielsweise ein gewesenes ausländisches Katzenvieh, Internetzprotokoll gleichen Namens gibt, wird freundlicherweise erwähnt. Und, ja, das liegt an der Groß- und Kleinschreibung. Ändert aber überhaupt nichts am Tatbestand des Fails.


4. April 2010

Wenn Werte kippen…

…dann steht man ganz schön im Regen:

Werbeplakat: Now 19 cigarettes 4,25 Euro

Nicht falsch verstehen: Ich bin dafür, daß das Zeug pro Schachtel ruhig 500 Euro kosten soll, damit wenigstens die Armen endlich gesünder leben gewollt werden – die Geldsäcke können ja ruhig weiterquarzen.

Mir fiel bei dem Plakat nur spontan ein, daß, wenn ich früher[tm] für Vaddern mal zu Ernas Erfrischungshalle gehen durfte, weil es da einen (damals noch ausschließlich mit Geldmünzen und ohne Alterschip funktionierenden) Kippenautomaten gab, ich da drei Markstücke reinwerfen mußte, um eine Packung “Reval ohne” einschließlich in der Packung befindlichen Wechselgeldes in Höhe einer halben D-Mark heimzutragen. Für die jüngeren unter uns: Zweifuffzich wären umgerechnet 1,28 Euro. Für damals sogar über 20 Glimmstengel.

Daran merkt man, wie das Geld an Wert verliert. Und/oder vor allem, wie alt man inzwischen ist.

(Daß das Plakat mitten in Düsseldorf, Deutschland offenbar gezielt ausländische Kunden ansprechen will, fällt mir gerade erst jetzt auf, da ich den Text fertig habe.)