DavidBLN.de

Zensur

Schmähwort für grundsätzlich immer im Sinne des mündigen Bürgers vorsorglich durchgeführte Aussortierung all dessen, was dieser sich ohnehin niemals ansehen würde, da es ihm zutiefst zuwider wäre.


2. Juni 2010

Mutter der Nation?

Stop: Zensursula - not my president!

Gibt’s auf Anfrage auch freigestellt und besser aufgelöst zur beliebigen Verwendung.


7. Mai 2010

Rainer Zufall

hat mir vorhin auf Nachfrage versichert, daß er mit Sicherheit (und) nur in bester Absicht das neue Google-Suchergebnislayout ein wenig von Ballast befreit hat (z.B. dem lästigen Hinweis auf zensierterevon Schmutz und Schund befreite “safe(r) search” results und die Möglichkeit, den Verzicht auf diese fürsorgliche Vorauswahl, wenn schon nicht dauerhaft, dann wenigstens für die aktuelle Session auf eigene Gefahr zu riskieren).

Finde ich gut, so kommen die schicken bunten Icons der jetzt immer hilfreich zu Diensten bereitstehenden zusätzlichen Werkzeugleiste erst richtig zur Geltung. Und daß man ganz ohne freundlich-ignorante Unterstützung bei der Auswahl in dieser digitalen Bibliothek von Babel verloren wäre, muß doch sowieso jedem einleuchten. Weniger ist mehr!

Nachtrag: Verdammt! Die durchschnittliche Halbwertszeit meiner Lästeranlässe wird immer kürzer! Die schon im Falle von Twitter tätige Geisterhand hat nun auch den “SafeSearch”-Hinweis still und leise ins neue Layout befördert. Sehr suspekt!


5. Mai 2010

Dran glauben

Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck “dran glauben” angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.

Unglaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine AusscheiderVertreter höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen!

Nicht erst, aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre – derer Petri – nicht viel übrig ließ.

Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) in Frage stellen und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.


27. April 2010

Warum unsere Politiker so oft an die Kinder denken?

Weil es vor ihnen längst andere getan haben. Wie zum Beispiel die armen, von Raubmordkopierverbrechern gepeinigten Rechteverwerter.

(via und)


26. April 2010

Endlich: Kehraus in diesem Internetzdings!

Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.

Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin, der man ernsthaft geistige Nähe zu Unrechtsregimen wie jenen in China oder Absurdistan andichten wollte – was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.

Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen zotteligen Gammlern, die sich in dieser “Internetzgemeinde” so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation cleanternet ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.

Saubere Sache, Herr Lehmann.

(via)


11. Februar 2010

Sarkozmus ist,

wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher galt, sich einen abgebrochenen Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein Yacht-Urlaub nicht ins Wasser fällt und seine Maitresse und ihre Mischpoke die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor zurückschreckt, das Fußvolk mit Knüppeldrohnen zu drangsalieren und von mißliebigen Internetseiten fernzuhalten. Natürlich im Namen der Kinder. Und der Sicherheit.

Que de la merde, mes chers voisins. Que de la merde. Et que fâcheux. Ou sont-ils, les enfants de la patrille?


5. Januar 2010

Demnächst in Ihrem Flughafenkino…

Karikatur: Ein Junge wird von einem Nacktscanner durchleuchtet. Sein Intimbereich wird durch die Einblendung eines Stopschild verdeckt.

…heiße Teens ganz ohne Höschen. Natürlich mit dem staatlichen Gütesiegel für sittliche Reinheit im Kampf gegen das Böse.


31. Dezember 2009

Die Tagesschau hat immer Recht!

So ein Ärger aber auch. Da gibt man sich demokratisch, heuchelt Interesse an der Meinung seiner Kundschaft, und kaum fällt die nicht so aus, wie es der inoffizielle Machtgeber IM Kanzleramt oder sonstwo gerne hätte, war natürlich die Konterrevolution am Werk [1].

Liebe Aktuelle KameraTagesschau, normalerweise gibt es meine Beratungsdienstleistungen nur gegen harte Valuta. Aber weil heute irgendsoein Feiertermin ist, will ich mal nicht so sein. Ganzen Artikel lesen


17. August 2009

Jugendorganisation fordert Tierpornosperren

Die Jugendorganisation des Deutschen Kinderschmutzbundes hat sich in die aktuelle Debatte um mehr allgemeine Sauberkeit im ReichLand eingeschaltet und fordert wirksame Sperren gegen die Darstellung tierpornographischer Szenen, die sich insbesondere in den Nachmittagsprogrammen der ARD-Anstalten finden. Ein Sprecher:

Unter verharmlosenden Serientiteln wie

  • Aasgeier, Straßenköter, Pottwal, Kackbratze & Co.
  • Hund, Katze, Maus, Elefant, Mammut, Seeungeheuer & Co.

werden, eingebettet in eine eher dürftige und offensichtlich als Alibi dienende Rahmenhandlung, eindeutig sexuelle Handlungen dargestellt.

Häufig handle es sich zudem um eindeutig frauenfeindliche, bisweilen auch gewalttätige Darstellungen, die insbesondere pubertierende Jugendliche “anfixen” und zu Sexualverbrechern formen könnten. Ganzen Artikel lesen


13. August 2009

Gute Grün(d)e, schwarz zu sehen.

Meine Fresse. Es ist noch gar nicht lange her: Ja, es war am 7. Juni. Da habe ich noch voller Innbrunst – und dazu stehe ich jetzt einfach mal! – ziemlich spinatig für das Europaparlament abgestimmt. Was so alles in ein paar Wochen grundlegend anders werden kann…

Jawohl, schon wieder ist es an der Zeit, auf die grünen Flitzekacker (bei denen ich sogar mal zahlendes Mitglied war, jawohl!) einzudreschen Ganzen Artikel lesen


4. August 2009

Jeder kann Erich (Teil 3)

Erich Albrecht

Heute: Erich Albrecht, der Leye.

Qualifiziert (abgesehen von krankhaftem staatlichen Fürsorgewahn und ekelerregender Profilierungssucht) durch die schöne, oxymoreske Antwort

[…] verboten ist zum Beispiel, was „gewaltverherrlichend“ ist oder Nazi-Gedankengut verbreitet [...] In Deutschland gibt es keine Zensur.

auf die Frage nach Indizierung und Medienzensur in Deutschland.

(Unter Verwendung von Bildmaterial des Bundesministeriums für Volksvermehrung und -bevormundung Familie, Senioren, Frauen und Jugend)


3. August 2009

Leben 2.0: Tödliches Sündenbabel

Erst kürzlich hatte ich auf die alarmierende Erkenntnis der Lebensgefährlichkeit desselben hingewiesen. Bettina Winsemann führte, schon vor ein paar Wochen, erfrischend plastisch aus, welchen Sündenpfuhl des ordinäre Dasein (im echten Leben, nicht im rechtsfreien Raum[tm]) bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit darstellt. Unglaublich, was live und in Farbe an Peinlichkeiten, Unrecht und Raubrittertum Gang und Gäbe ist.


25. August 2008

Makellos!

*plumps*

Hast Du das auch gehört? Kam aus Richtung Osten. Und klang nach Reissack. Kann natürlich auch eine achtzigjährige Demonstrantin gewesen sein, die gegen chinesische Gesetze verstoßen und dafür eins mit dem Knüppel auf den Bauch bekommen hat. So genau weiß man das trotz des “deutlich spürbaren Öffnungsprozesses seit Vergabe der Spiele” ja nie und wenn es schon während der gerade beendeten Weltmenschenrechtsfeiern der großen, an “friedlichem Sport interessierten” Masse kaum einen Blick wert war, so zählen ab heute, Mao sei Dank, endlich wieder ausschließlich kalkulatorische Aspekte. Ganzen Artikel lesen


10. August 2008

Schneller, höher weiter – der GröNbaZ schafft alle(s)

Erinnerst Du Dich noch? Olympia! Jene magische Veranstaltung, die aus menschenfressenden Systemen Oasen der Freiheit und Tempel der Menschenrechte macht! Was schon 1936 ganz vorzüglich klappte, wiederholt sich also – mal wieder – in diesem Jahr. Niemand kann es mehr leugnen: Der Zauber der Spiele, ihm widersteht keine böse Macht der Welt. Ganzen Artikel lesen


8. August 2008

Osama Ming-Ladeng

Ja, schrecken die denn sogar beim Nachmachen vor nichts zurück? Angefangen hat es mit giftigen Barbiepuppen, später kam leidlich brauchbare Raubsoftware hinzu und schließlich Autos der Sorte “außen groß, innen nix los”. Der neueste Coup aus dem Reich der Neuen Mitte setzt abermals einen obendrauf und beweist: Die schaffen alles, irgendwann sogar Hochdeutsch.

Chinesische Islamisten drohen mit Anschlag auf Olympia! verkündete der Nachrichtenonkel heute aufgeregt. Höchste Zeit, noch schnell ein paar Internetleitungen zu kappen – im Namen der Sichelheit!