DavidBLN.de

Zensur

Schmähwort für grundsätzlich immer im Sinne des mündigen Bürgers vorsorglich durchgeführte Aussortierung all dessen, was dieser sich ohnehin niemals ansehen würde, da es ihm zutiefst zuwider wäre.


14. September 2011

Oben und unten

“Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.”

“Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?”

“Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.”


5. September 2011

Zeiten wie diese

Wo wir gerade dabei und beim Thema kindisch sind: Die Stimmberechtigten Mitglieder von Wikimedia sind überwiegend der Auffassung, daß das Filtern von Bildern wichtig ist.

Ich verkürze es ganz bewußt auf diesen einen Punkt. Denn mit diesem Punkt steht und fällt für mich das Wesen eines enzyklopädischen Projekts. Ganzen Artikel lesen


23. Juni 2011

“Karrierefrauen im Hosenanzug”

Dieses Phänomen (das es, das sei der Ordnung halber erwähnt und nicht etwa aus “Gleichstellungsgründen”, selbstredend auch in männlich gibt) wird in diesem großartigen Artikel über den beispielhaften Werdegang eines populistischen Schwachsinnsgesetzes ebenso hervorragend beschrieben, wie auch die ganze Farce, die sich hinter der (auch nur noch selten und dann meist kurz vor Wahlkrämpfen) tatkräftigen Fassade unserer neuzeitlichen Realpolitik verbirgt.

Ich will nicht viele Worte machen, der Beitrag ist schon lang genug. Lest ihn auf jeden Fall bis zum Ende. Diejenigen unter uns, die selbst bei Providern arbeiten, werden schnell und mit Schrecken feststellen, daß Szenerien wie die geschilderten keine Ausnahme sind. Ich habe jedenfalls mehr als ein “Déja-vu” beim Lesen erlebt.


2. Juni 2010

Mutter der Nation?

Stop: Zensursula - not my president!

Gibt’s auf Anfrage auch freigestellt und besser aufgelöst zur beliebigen Verwendung.


7. Mai 2010

Rainer Zufall

hat mir vorhin auf Nachfrage versichert, daß er mit Sicherheit (und) nur in bester Absicht das neue Google-Suchergebnislayout ein wenig von Ballast befreit hat (z.B. dem lästigen Hinweis auf zensierterevon Schmutz und Schund befreite “safe(r) search” results und die Möglichkeit, den Verzicht auf diese fürsorgliche Vorauswahl, wenn schon nicht dauerhaft, dann wenigstens für die aktuelle Session auf eigene Gefahr zu riskieren).

Finde ich gut, so kommen die schicken bunten Icons der jetzt immer hilfreich zu Diensten bereitstehenden zusätzlichen Werkzeugleiste erst richtig zur Geltung. Und daß man ganz ohne freundlich-ignorante Unterstützung bei der Auswahl in dieser digitalen Bibliothek von Babel verloren wäre, muß doch sowieso jedem einleuchten. Weniger ist mehr!

Nachtrag: Verdammt! Die durchschnittliche Halbwertszeit meiner Lästeranlässe wird immer kürzer! Die schon im Falle von Twitter tätige Geisterhand hat nun auch den “SafeSearch”-Hinweis still und leise ins neue Layout befördert. Sehr suspekt!


5. Mai 2010

Dran glauben

Gegen den Vorwurf, daß einer, inhaliere er nur lange genug irgendwelche geräucherten Kräuter, zwangsläufig irgendwann einen an der Schaufel habe, muß ich mich hier im Namen des Herrn (den ich gerade vergessen habe) mit Nachdruck verwahren. Auch, daß die Unabänderlichkeit des eigenen Verfalls so ziemlich das einzige sei, dem der Ausdruck “dran glauben” angemessen wäre, ist eine blasphemische Verleumdung.

Unglaublich indes finde ich, daß es nicht nur Ketzer gibt, die behaupten, es gäbe da läßlichste Sünden, die der heiligen Stuhl und seine AusscheiderVertreter höchstselbst zu verantworten hätten: Es gibt doch tatsächlich Pharisäer, die derlei satanische Verse aufgreifen und weitertragen!

Nicht erst, aber ganz besonders in diesem Zusammenhang ist es nur zu billig, einmal dem Unmut über die schändlichen Schriften, die da seit Mai 1949 noch dem letzten gottlosen Teufel zugestehen, er möge doch nach Belieben kundtun, was er da denkt und fühlt, freien (und anwaltlichen) Lauf zu lassen. Denn wie heil und geordnet war doch zuvor die Welt, wenn zuletzt auch nur noch in den opferreichen Schranken des heiligen Reichskonkordats, das von der einzig richtigen Lehre – derer Petri – nicht viel übrig ließ.

Nun indes, da schwarze Schafe den monatlichen Ablaß, ja gar die unüberwindliche Schuld (und damit die Obhut ihrer Schäfer) in Frage stellen und mancher dreist behauptet, der direkt an Bedürftige gegebene Taler sei sinnvoller vertan denn jener an die römisch-katholische Fiskalkollekte, da muß man doch sogar als ordentlicher Christenmensch endlich mal: Dran glauben.


27. April 2010

Warum unsere Politiker so oft an die Kinder denken?

Weil es vor ihnen längst andere getan haben. Wie zum Beispiel die armen, von Raubmordkopierverbrechern gepeinigten Rechteverwerter.

(via und)


26. April 2010

Endlich: Kehraus in diesem Internetzdings!

Die letzten Monate und Jahre hatte man es als Blockbekritzler nicht leicht. Immer wieder sah man sich in einer Schublade mit Raubmordkopierern, Kinderschweinkramgutfindern, Freewarekommunisten und ähnlichem Abschaum, der nichts besseres zu tun hatte, als rechtschaffene Volksverarschtreter zu verleumden, politische Aufklärungsarbeit zu diffamieren und vor allem: So gar nicht an die Kinder zu denken.

Jüngstes Negativbeispiel: Die beispiellose Hetzkampagne gegen eine EU-Kommissarin, der man ernsthaft geistige Nähe zu Unrechtsregimen wie in China (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt) oder Absurdistan andichten wollte – was für eine Vorstellung in einer aufgeklärten und überlegenen Zivilisation wie der unseren.

Da tut es besonders gut, wenn sich unter all diesen zotteligen Gammlern (Link zum Artikel einer Zeitung, diesen Ausdruck verwendet hat, aber Links auf ihre Artikel nicht mag, nachträglich entfernt), die sich in dieser “Internetzgemeinde” so trefflich zwischen geistigem Diebstahl und Verbalterrorismus eingerichtet haben, bisweilen eben doch mal jemand findet, der sich eine gesunde Einstellung zur Wahrheit erhalten und sich einen objektiven Blick über die Gesamtlage verschafft hat: Alexander Lehmann hat sich des digitalen Schmutzes angenommen und die Organisation cleanternet ins Leben gerufen. In einem gut recherchierten Aufklärungsfilm rückt er dort einiges zurecht, was in der gutmenschelnden Weltfremde manches internetzgeschädigten Geistes längst in anderen Sphären schwebte.

Saubere Sache, Herr Lehmann.

(via)


11. Februar 2010

Sarkozmus ist,

wenn ein Land, das einst als Musterbeispiel für die Vertreibung selbstgefälliger und autoritärer Herrscher galt, sich einen abgebrochenen Nachwuchs-Napoleon aus Ungarn zum Sonnenkönig wählt, der vor allem dafür sorgt, daß sein Yacht-Urlaub nicht ins Wasser fällt und seine Maitresse und ihre Mischpoke die richtigen Protektionsgesetze bekommen und in diesem ganzen Zusammenhang selbstredend auch nicht davor zurückschreckt, das Fußvolk mit Knüppeldrohnen zu drangsalieren und von mißliebigen Internetseiten fernzuhalten. Natürlich im Namen der Kinder. Und der Sicherheit.

Que de la merde, mes chers voisins. Que de la merde. Et que fâcheux. Ou sont-ils, les enfants de la patrille?