Kurzum: Hier kommt rein,
was raus muß und wenn dir das nicht paßt,
koch' Dir doch einfach einen eigenen Block oder
schreib irgendso'n scheiß Kommentar, der eh keine Sau interessiert.
30. August 2010
Dieser Beitrag ist
a) fürs Protokoll und
b) für die Suchmaschinen, damit nicht jeder sich erst wie ich durch massenweise dämlichen und nicht weiterhelfenden Forendurchfall wühlen muß.
Wenn man mit Windows (XP) eine über 14 GB große Datei von einer Festplatte auf die nächste kopieren will (nicht mit USB, sondern mit SATA 3GB/s), verweigert Windows den Dienst mit der Fehlermeldung
Fehler beim Kopieren der Datei oder des Ordners – Datei kann nicht kopiert werden: Nicht genügend Systemressourcen.
Warum das so ist, weiß ich nicht. Als Workaround funktioniert folgendes: Man nehme Winrar, archiviere die Datei ohne Komprimierung und teile sie dabei in mehrere z.B. 1GB große Teile auf. Dann stelle man (wichtig!) Winrars Verzeichnis für Temporäre Dateien so ein, daß es sich auf der Zielfestplatte befindet und entpacke das Archiv in den gewünschten Zielordner.
Total behämmert – auf einem Rechner, in dem ich 4 GB Ram habe, 8 SATA 3GB-Ports, ein Raid-System und etliche TB Datenträger, aber Software wird halt (dummerweise?) immer noch von Menschen gemacht… hoffe, es hilft wem.
29. August 2010
Eigentlich wollte ich hier irgendsowas wie den hundertmal variierten “jetzt schon im Fotoautomaten Burkaverbot” bringen. Aber viel bemerkenswerter finde ich den Hinweis auf die natürlich durch das Blitzlicht verursachte Spiegelung, die zu vermeiden sei.

Was sicher ein Kinderspiel ist, da der Blitz ja die ganze Zeit in Aktion ist. Natürlich ist das Absicht und dient der verzweifelten und ideralerweise häufig genug durchgeführten entgeltlichen Wiederholungsfotografie.
Was kommt dabei heraus, wenn sich berufsschwedische Marketingschlipsträger zuviele geriebene Kötbullar in die Nase ziehen?
Genau, ein munteres Potpourri aus geheimsten sexuellen Fantasien, auszuleben idealerweise in der Möbelausstelllung (und mit zustandsbedingten Rechtschreibfehlern, versteht sich).


Nein, den erkläre ich nicht.

(Fürs Protokoll)
Immer wenn Du denkst, noch dicker kann man ja wohl kaum auf- bzw. austragen, stellt sich natürlich prompt heraus: Doch, das geht.
Heute rechne ich nicht und spare mir auch viele Worte:

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27. August 2010
Sprach der Marketing-Schlipsträger nach dem Beratungsgespräch mit dieser Social-Dingsbums-Expertenagentur zum Chef:
Wir müssen da jetzt auch rein, in dieses Twitter.
Gesagt, getan.

Sie sehen: So einfach funktioniert das mit diesem Social-Dingsbums-Dings. Und schon ist man auf der Höhe der Zeit.
(Natürlich sollte man währenddessen nicht vergessen, die bewährten Methoden der UmsatzausweitungKundenpflege einzusetzen, wie beispielsweise Telefonakquise, die, als “Serviceanruf” der “Alice-Kundenbetreuung” getarnt, Werbeanrufsverweigerern wie mir dann jene tollen O2-Mobilfunk-Kombitarife andrehen soll, die ich schon in Form von Surf-Stick-Gutscheinen per Post nicht haben wollte. Jedenfalls, wenn man Wert darauf legt, daß solche Kunden das als willkommenen Anlaß sehen, den bisher hinausgeschobenen Wechsel des Providers endlich mal in Angriff zu nehmen.)
Ja, ich weiß. Es kann ja durchaus sein, daß der Account gar nicht der Firma Hansenet/Telefonica gehört. Und das tolle ist: Wenn dem so wäre, wäre es ja noch peinlicher.
25. August 2010
Einer von ihnen bist Du sicher auch schon mal begegnet: Der Studie. Sie sind tagtäglich Gast in Talkshows, Nachrichten und sogar (oder besonders) im Dudelfunk. Sie wissen wahlweise, daß Onanieren das Rückenmark schädigt (oder auch nicht), “die meisten Deutschen” gerne den berühmten Gürtel enger schnallen oder den Bundesdoktor ganz toll finden und selbstverständlich auch, daß die gesetzlich vorgeschriebene (natürlich arbeitnehmereigenverantwortliche) kapitalgedeckte Ergänzung der alternativlosen Rente mit 77 ebenso alternativlos ist wie die Senkung der “Lohnnebenkosten” (damit Arbeitgeber nicht ins Ausland abwandern!!1!11).
Von einer so schlauen Sippe wüßte man (oder wenigstens ich) zu gerne mal, wie sie eigentlich aussieht. Wie sie mit Vor- (oder Nach-)namen heißt. Wo sie wohnt, was sie gelernt hat und vor allem: Wer ihr das tägliche Brot (im wahrsten Wortsinn) schmiert. Aber nein – da nehmen es jene, die sie zitieren, mit dem Persönlichkeitsrecht und dem Datenschutz gerne sehr genau. “Gemäß einer Studie”, heißt es stets in bedeutungsvoller Mystik, “eine Studie hat jetzt herausgefunden”, “das ist die Erkenntnis einer brandneuen Studie”. Bisweilen treten immerhin kleine zusätzliche Hinweise ans Licht: “Eine wissenschaftliche Studie” manchmal, oder auch “eine britische Studie”.
Auch kommen diese Studien nicht immer allein, sondern lassen sich von “Experten” begleiten: “Wirtschaftsexperten” mahnen beispielsweise gerne angesichts “dramatischer Studien” zu “radikalen Reformen” und “Sachverständige” attestieren Studien zu gerne ihre Substanz. Natürlich sind diese Begleiter – die übrigens auch gern allein auftreten und dann selbst die Rolle der Studien übernehmen – ebenfalls sehr auf ihre Privatsphäre bedacht: Entweder heißen sie “die Wirtschaftswaisen” (die armen kleinen!), “ein Wirtschaftsexperte” oder “das Sachverständigengremium”, oder aber sie halten sich wenigstens vornehm zurück und verzichten darauf, damit zu protzen, worauf sich ihr Titel denn gründet (oder wem sie ihn – und beispielsweise die letzte Urlaubsreise – verdanken).
Diese Experten und ihre Studien sind in unseren Volksempfängern inzwischen fast präsenter als die obligatorischen “Promi-News”. Ich bin gespannt, wann Dieter Bohlen und Bertelsmann-TV stellvertretend für Deutschland gemeinsam “die Superstudie” suchen. Vielleicht bewerbe ich mich dann sogar mal, da muß man schließlich nicht tanzen oder singen können und nicht mal aussehen. Sondern… ja, was eigentlich?
19. August 2010
In diesem Karton:

kam gestern meine (beinahe noch) neue Bildbearbeitungssoftware an. (An der kann man übrigens sehen, wie abhängig man sich über die Jahre von diesen Softwaremafiosi macht: Nachdem ca. 120% aller meiner Illustrationen mit Corel erstellt wurden, das sich in meiner letzten vorhandenen Version aber von den rechnerischen Fähigkeiten meines neuen Heimrechners so überwältigt zeigte, daß es den Dienst versagte, wäre ein Umstieg, wie ja überhaupt alle Softwareangelegenheiten, definitiv kein “mal eben schnell”-Fall, ganz davon abgesehen, daß ich mit diesem Programm dummerweise auch noch hochzufrieden war und bin.) In diesem Karton jedenfalls waren etwa 2GByte Installationsdaten enthalten. Angesichts der 25 Kubikmillimeter großen Speicherkarte meines Mobiltelefons, die die vierfache Menge verträgt, fragt man sich nicht nur, warum selbst für eine dieser verhaßten Silberscheiben mit immerhin schon ca 9.000 Kubikmillimetern (neun Kubikzentimetern) ein dekorativer, pseudoaufklappbarer Hochglanzkarton von 900 Kubikzentimetern (entsprechend 100 Silberscheiben oder 36.000 Speicherkarten à 8GByte, was in Summe über 280 TByte entspräche) benötigt wird. Man fragt sich auch, warum dieser, eingebettet in “Füllmaterial aus Maisstärke”, mit einem weiteren Umkarton von sage und schreibe 15.000 Kubikzentimetern (genau: 1.667 Silberscheiben oder 4.687,5 Petabyte Speicherkartenkapazität) für über fünf Euro im CO2 emittierenden Postauto 400 Kilometer durch die Lande transportiert werden muß.
Was übrigens mit 24 Stunden Lieferzeit zwar schnell anmutet, aber bei Weglassen der ganzen Körperlichkeit (ich kopiere den Inhalt der Silberscheibe ohnehin direkt auf mein eigenes ausfallsicheres Speichersystem und werfe sie hernach in den Müll), sprich: einer simplen Downloadmöglichkeit selbst bei Dorf-DSL immerhin dem stolzen Faktor 2.107 entspricht.
Wir sehen also, freundlich ausgedrückt, reichlich Optimierungspotential bei Euch, liebe Softwareversandhändler. Andererseits: Man muß ja auch an das Transportgewerbe denken. Und an die Holzverarbeiter. Und die Holzproduktbedrucker. Und die Behindertenwerkstätten, in denen solche schicken Kartons gebastelt werden (viel zu schade zum Wegwerfen, ich sollte ihn in einem “Onlineauktionshaus” als “Corel X4 OVP” verkaufen). Und natürlich an die Silberscheibenhersteller. Und nicht zuletzt an die Kunden, die vermutlich in ihrer Mehrzahl immer noch gerne “was in den Händen halten” wollen. Das antiquierte Schwarzweißfax hat sich, allen effizienteren Möglichkeiten zum Trotz, schließlich auch wacker über mindestens zehn überflüssige Jahre gerettet.
18. August 2010
Ich habe eigentlich im Moment gar keine Lust, mich generell politisch oder konkret zu dieser Sache zu äußern. Aber ich kann nicht umhin, weil es nervt. Seit Jahren. Da wird also, wie einst Oskar Lafontaine der “teure Rotwein”, nun Klaus Ernst der “teure Porsche” (und einiges mehr) vorgeworfen. Global, von der gesamten gleichgeschalteten “alternativlosen Realo”-Journaille. Völlig objektiv, versteht sich, und ohne Kampagnengedanken oder sowas. Dabei wird implizit unterstellt, daß jemand, der “links” ist, jemand also, der nach derzeitiger allgemeiner Sachlage für mehr soziale Gerechtigkeit, für mehr gesellschaftliche, kulturelle und selbstverständlich auch materielle Teilhabe eintritt, ja: Jemand, der seine Wählerschaft besonders in den drangsalierten und vom Arbeitsmarkt zu Leihsklaven dritter Klasse abgestempelten sucht, die gefälligst im Zweifel auch Hundescheiße einsammeln müssen, so einer habe sich also gefälligst seiner vermeintlichen Kundschaft und deren insbesondere materiellen status quo anzupassen.
Und wenn diese (immer seltener) unausgesprochene Gleichsetzung wirklich irgendetwas beweist, dann höchstens eins: Daß die armseligen, vermutlich nicht selten an privaten PR-(”Elite-”)Schulen ausgebildeten Zeilengeldempfänger den Kern “linken” Gedankenguts noch nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Der besteht nämlich genau darin, daß ein guter Rotwein nicht dem Lehensherren vorbehalten bleibt. Daß es nicht das Privileg einer überschaubaren Kapitalelite sein soll, sich des Lebens beispielsweise im Jugendtraum eines Sportwagens zu erfreuen. Sondern daß, genau im Gegenteil!, die Segnungen einer immer produktiveren und effizienteren Arbeits- und Produktionswelt eben gerade jedem gleichermaßen zuteil werden sollen. Auch, wenn er kein “cooler Baron” oder “Leistungsträger” ist.
Aber immerhin. Schön, wie sich die gesamte gleichgeschaltete deutsch-demokratische Massenpresse hier einmal mehr als längst zum Verkündungsorgang der Bertelsmänner dieser Welt abgehalfterte Masse selbst enttarnt.
Nö. Liebe orangene Biberschwänze: Als ich mir gestern wieder mal an der langen “Service”-Schlange eurer hiesigen Filiale die Beine in den Arsch stehen durfte und währenddessen Zeuge völlig überforderter Blondinen wurde, die aus lauter Hektik ausländisch anmutende Kunden barsch mit “hierbleiben!” und “sie müssen HIER bezahlen!” und ähnlich militanten Ansagen bedachten, Mitarbeiter vor versammelter Mann- und Kundschaft rundmachten und auf die kleinste Bitte völlig überfordert, aber auf keinen Fall bemüht explodierten, wurde mir klar: Nicht nur Pommes steht “Rotweiß” hervorragend, auch mir hat Rotweiß die Probleme, die ich eigentlich mit Euch hatte, gleich mitgelöst. In diesem Sinne: Schüß!
Sonst könnte ich nachvollziehen, wieso Frankreich, wo die Reallohnsteigerungen der letzten Jahre penetrant höher (gerechter!) ausgefallen sind als in unserer neoliberaldemokratisch-deutschen Republik, es schafft, nun schon die Bundesdruckerei beim Gebot um Banknotenaufträge zu unterbieten. An den angeblich zu hohen Lohnkosten dort kann es ja kaum liegen.
17. August 2010
…und das ist auch gut so. Warum ich in meinem ganzen Leben nie wieder eine (zumal beschreibbare) CDVDHDBlueray in die Hand nehmen und nicht mal mit dem Arsch anschauen werde.
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11. August 2010
Mal was für alle, die gerne deuten:
Gestern früh fuhr ich nach längerer Zeit mal wieder an einer Ecke vorbei, die einst aus bestimmten Gründen für kurze Zeit meine verstärkte Aufmerksamkeit hatte. Links war ein Edeka, rechts war “Petra’s Nagelstübchen”.
Heute hängen über den schwarzen Flecken der ehemaligen Edeka-Leuchtbuchstaben mäßig festgezurrte Planen die mit dem Wort “Lidl” bedruckt sind und Petra hat ihr Studio an den Nagel gehängt, die Fassade renoviert und die einstigen Plastiklettern gegen ein überdimensionales, beleuchtetes Schild “AWD” ausgetauscht.
9. August 2010
Wenn ich sowas

sehe, möchte ich sowas

am liebsten zurückgeben.
Weil es mich extrem ankotzt, als zahlender Kunde per se erst mal wie ein notorischer Betrüger oder, hier passender, Bescheißer eingestuft zu werden.
Da würde ich auch noch anfangen zu arbeiten. Vorausgesetzt, es gäbe dort tatsächlich richtiges Altbier abzuschleppen (und nicht so eine sterilisierte Plempe).

So, liebe Schwachmaten und Vollpfosten, wißter bescheid, ne.

6. August 2010
Hier sind meine Beiträge.

…denn daß die Dinger gesundheitsgefährlich (behinderte Sauerstoffversorgung des Kleinhirns) für ihre Träger sind, belegen empirisch vier von drei Gesprächen mit denen. (Also den Trägern, nicht den Schlipsen.)
Und für die, die ein simples und deutliches Verbotsschild nicht verstehen oder einem für teures Geld das tägliche Beamer-Bullshit-Bingo ins Haus bringen wollen, eine moderne Fassung von “betteln und hausieren verboten”:

Viel Spaß beim beliebigen Remixen (unter CC-NC-BY-SA).

Über Geschmack mag man streiten. Aber wie haltbar sowas ist, haben wir ja schon erlebt.

Bild: CC-BY-SA, Quelle: KarleHorn