17. Oktober 2011
Für wie unverzichtbar ich die Ikonen einer auf “immer mehr” ausgerichteten bedingungslose Konsumgesellschaft halte, wissen die zweieinhalb Leser dieses Blockes. Was wäre ein Kuchen, der vor allem schmecken soll, ohne eine schicke Packung oder gar einen fetzigen Markennamen. Und vor allem: Was wäre ein Einkauf ohne die vorangehende (und, wenn es nach den hiervon lebenden Agenturen geht, allein oder wenigstens vorrangig ausschlaggebende) Reklame.
Nun, Spaß beiseite. Natürlich wird vor allem Reklame in ihrer Überflüssigkeit und angesichts ihres mittlerweile allgemeingültigen Fremdschämfaktors normalerweise nur noch von ihren Machern übertroffen. Aber es gibt Ausnahmen, ja, regelrechte Sternstunden. Ganzen Artikel lesen
12. Oktober 2011
Ich mache jetzt auch (wieder) was mit Bildern.
4. Oktober 2011
Für Internetunternehmungen, die – wie zum Beispiel diese hier – etwas mit Selbstdarstellung zu tun haben, ist das kostenlose, quelloffene Redaktions-/”Blog”-System Wordpress inzwischen wohl erste Wahl. Das liegt sicher und vor allem am relativ überschaubaren Installations- und Anpassungsaufwand. Andere Systeme wie Drupal sind hier deutlich flexibler und mächtiger, aber eben auch viel komplexer. Und mit Hilfe vieler optional erhältlicher Erweiterungen (”Plugins”) und/oder etwas PHP-Grundwissen können auch ungeübte Selbstdarsteller erstaunlich individuelle Projekte verwirklichen.
Einen grundlegenden Schönheitsfehler hat Wordpress allerdings. Zumindest für Menschen, die wie ich gerne selbst kontrollieren, was so ein System letztlich an Daten in die weite Welt pustet. Im Gegensatz zu allen anderen mir bekannten Redaktionssystemen herrscht im harten Kern der “Entwicklergemeinde” die felsenfeste Überzeugung, daß absolute und vollqualifizierte URL-Pfade so etwas wie die reine Lehre und der Weisheit letzter Schluß in einem sind. Ganzen Artikel lesen
14. September 2011
“Man sollte stets nach höherem streben, nie mit sich und seiner Situation zufrieden sein und sich erfolgreiche Vorbilder suchen.”
“Du meinst solche, die sich mit Ellenbogen und dafür ohne Skrupel, mit viel Beschiß und meist überschaubarem Sachverstand an die Spitze setzen, um unsereinen dann auszubeuten, zu bevormunden und nach Strich und Faden zu verarschen? Uns zu zensieren, zu gängeln, mit frommen Sprüchen und vaterfreundlichem Getue in Sicherheit zu wiegen, ganz wie der Schäfer seine Lämmer kurz vor Ostern?”
“Du spinnst ja. In Afrika hungern sie. Aber doch nicht bei uns. In China wird zensiert, das ist ja wohl deutlich schlimmer. Im Iran treten sie die Menschenrechte mit Füßen, das wirst du ja wohl nicht vergleichen wollen. Und korrupte, selbstherrliche Regime gab es unter Adolf und Honecker, aber bei uns? Uns geht es ja wohl immer noch ziemlich gut hier.”
5. September 2011
Wo wir gerade dabei und beim Thema kindisch sind: Die Stimmberechtigten Mitglieder von Wikimedia sind überwiegend der Auffassung, daß das Filtern von Bildern wichtig ist.
Ich verkürze es ganz bewußt auf diesen einen Punkt. Denn mit diesem Punkt steht und fällt für mich das Wesen eines enzyklopädischen Projekts. Ganzen Artikel lesen
Immer öfter brüsten sich Unternehmen und Konzerne mit der Behauptung, besonders viel für die sogenannte “Work-Life-Balance” ihrer Arbeitssklaven zu tun. Teil und Krönung dieser selbstverständlich völlig frei erfundenen und vor allem wortgewaltigen Schönfärbereien ist die sogenannte Kinderfreundlichkeit.
Diese besteht, je nach Firma, in einem Betriebskindergarten, der selbstverständlich in den wenigsten Fällen für die Eltern kostenneutral daherkommt; wir sind schließlich nicht im Kommunismus. Noch öfter und lieber wird das Wort von der vermeintlichen Kinderliebe freilich ausgesprochen im Zusammenhang mit der Genehmigung, die lieben Kleinen mit ins Büro zu bringen.
Ich darf diese ganz spezielle Form elterlicher Zuneigung selbst immer häufiger in meinem ganz persönlichen Büroumfeld erleben und frage mich dabei vor allem: Was hätte ich selbst als Kind solch fürsorglich( angestellt)er Eltern wohl als erstes gemacht? Ganzen Artikel lesen
4. September 2011
Fürs Protokoll und weil man das gar nicht oft genug wiederholen kann: Nur, weil jemand wirklich tolle Kameras baut – was ich ehrlich meine, denn ich bin seit frühester Kindheit treuer Nikon-Kunde! – und diesen als Fernost-Hersteller, die grundsätzlich für so etwas eigentlich bis heute nicht allzu berühmt sind, sogar hervorragende Bedienungsanleitungen beizulegen vermag, ist er noch lange nicht für “alles, was mit Elektronik zu tun hat” qualifiziert. Schon gar nicht für Software. Ganzen Artikel lesen
2. September 2011
beweisen nur eins: Resignierende Machtlosigkeit.
30. August 2011
Eigentlich dachte ich immer, daß die seit Jahrzehnten üblichen Plakate, auf denen irgendein sorgsam retuschierter Politikerkopf (un)gezwungen bis grenzdebil grinsend und meist von etwas weiter oben auf sein Stimmvieh herabschaut, bereits das gruseligste wären, das die regelmäßigen Inszenierungen des modernen Klassikers “Wahlkampf” ausmacht. Ja, eine Zeit lang war ich überzeugt, daß Inhalte viel wichtiger wären, als beliebig austauschbare Köpfe.
Daß auch Phrasen beliebig austauschbar sind, habe ich dabei stets geflissentlich ignoriert. Daß die Simulation von Inhalten mich das ganze Bauerntheater noch mehr verachten lassen würde, als es die oben genannten Hackfressen je könnten, hätte ich auch nicht gedacht. Doch merke: Das Grundwesen der Peinlichkeit besteht zweifelsfrei darin, daß sie sich immer doch noch weiter unterbieten läßt. Ganzen Artikel lesen